Wissenswertes...

 

Stadtwärme

Aus Fernwärme wird

Stadtwärme

Seit über 25 Jahren versorgt die städtische Wohnungsgesellschaft große Teile der Anklamer Wohnungen mit – wie damals gesagt wurde- Fernwärme. Die Wärme wurde zuerst in vier, später nur noch in einem Heizwerk an der Lindenstraße erzeugt und über ein Netz in die drei großen Abnahmequartiere Stadtwald, Mittelfeld und Südstadt geführt. Der Einsatz des Brennstoffes Öl, die zu große Dimensionierung von Kesseln und Leitungen sowie die schlechte Regelbarkeit führte zu einer geringen Brennstoffausnutzung und hohen Wärmeverlusten und somit konnte der Wärmepreis nicht so günstig sein, wie es die GWA ermöglichen wollte. Um den Nutzern der Fernwärme günstige Nebenkosten und ökologisch erzeugte Wärme anbieten zu können, hat die GWA schon 2013 weitreichende Beschlüsse gefasst:

aus der Fernwärme wird die Stadtwärme Anklam!

Netzerweiterung

An die groß dimensionierte Leitung wird ein neues Netzgebiet für die Versorgung der Innenstadt angeschlossen. Diese Leitung führt am Ende bis zur Peene und wird viele zusätzliche städtische und private Objekte mit Wärme und Kälte versorgen. Hierdurch reduziert die GWA die Netzverluste auch im bestehenden Netzteil erheblich und sichert durch das zusätzliche Angebot von Kälteerzeugung aus Wärme einen gleichbleibenden Betrieb der Erzeugung im Heizwerk.

Umbau Heizwerk

Die bisherige Erzeugung der Wärme erfolgt über eine große Ölkesselanlage zu relativ hohen Kosten, da bei Errichtung nicht der Rückgang des Wärmebedarfes durch die fortschreitende Gebäudesanierung berücksichtigt wurden. Der verwendete Primärbrennstoff Heizöl und die Überdimensionierung haben der GWA die Möglichkeiten genommen, die Erzeugungskosten wirtschaftlicher zu gestalten. Daher speist die GWA in einem ersten Schritt die Abwärme der Biogasanlage ein und hat sich diese Wärmenutzung jetzt vertraglich zu guten Konditionen gesichert. Als nächsten Schritt wird der Brennstoff Heizöl durch Erd- und Biogas ersetzt und im Anschluss daran die Kesselanlage durch modular steuerbare Brennwertkessel und Blockheizkraftwerke ersetzt. Die Kombinierte Erzeugung von Wärme und Strom verbessert die Effizient des Heizwerkes um gute 40% und ermöglicht der GWA dann die wirtschaftlich und ökologisch effiziente Energieproduktion. Der selbst erzeugte Strom wird bilanziell durch die GWA genutzt und ersetzt somit die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen.

Am Ende der Wegstrecke wird die GWA ihren Kunden eine preisgünstige, sichere und ökologisch ausgefeilte Wärmeenergie bereitstellen können. Diese reduziert für die Kunden die Energiekosten und ermöglicht, bedingt durch den hervorragenden Primärenergiefaktor, erheblich Kosteneinsparungen für Neubau- oder Altbausanierungsmaßnahmen bei gleichzeitiger hochwertiger architektonischer Gestaltung.

Die Stadtwärme der GWA ermöglicht eine saubere und schöne Zukunft in Anklam.

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